Delegiertentag beschließt politische Schwerpunkte und berät über „DEHOGA RLP 2030 – Zukunft gestalten. Mitglieder begeistern. Branche stärken.“

Impuls von Wirtschafts- und Tourismusminister Michael Ebling

 

Bad Kreuznach, 14. August 2026: Mit klaren politischen Forderungen und einem deutlichen Blick nach vorne hat die Delegiertenversammlung des DEHOGA Rheinland-Pfalz am Mittwoch, den 12.08.2026 die inhaltlichen Schwerpunkte für die kommenden Jahre beschlossen. Neben den aktuellen politischen Herausforderungen berieten die Delegierten zugleich über das strategische Gesamtkonzept „DEHOGA RLP 2030 – Zukunft gestalten. Mitglieder begeistern. Branche stärken.“. Ziel ist es, die Branche nicht nur politisch zu stärken, sondern die Betriebe aktiv auf die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen vorzubereiten.

„Unsere Betriebe brauchen verlässliche politische Rahmenbedingungen – gleichzeitig müssen wir die Chancen der Zukunft entschlossen nutzen. Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Innovation und eine starke Tourismuspolitik sind längst entscheidende Wettbewerbsfaktoren“, betonte DEHOGA-Präsident Gereon Haumann.

Wochenarbeitszeit: Mehr Flexibilität für Betriebe und Beschäftigte
Mit Nachdruck erneuerte der DEHOGA seine Forderung nach der Einführung einer gesetzlichen Wochenarbeitszeit. Gerade im Gastgewerbe mit saisonalen Schwankungen, Veranstaltungen und wechselnden Gästezahlen entspreche dieses Modell den betrieblichen Realitäten und den Bedürfnissen vieler Beschäftigter deutlich besser als starre tägliche Höchstarbeitszeiten.
Die Wochenarbeitszeit schaffe mehr Flexibilität, verbessere die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und verursache keinerlei zusätzliche Kosten für den Staat. Insbesondere Branchen, in denen mobiles Arbeiten oder Homeoffice keine Alternative sind, dürften gegenüber anderen Wirtschaftsbereichen nicht länger benachteiligt werden.

Minijobs erhalten – wichtig für Betriebe und Millionen Menschen
Ebenso deutlich sprachen sich die Delegierten gegen Einschränkungen bei den Minijobs aus. Gerade im Gastgewerbe ermöglichen sie eine flexible Personalplanung bei saisonalen Schwankungen und Arbeitsspitzen. Gleichzeitig seien Minijobs für Millionen Menschen ein wichtiges Instrument, um Familie, Studium, Ausbildung oder Ruhestand mit einer Erwerbstätigkeit zu verbinden. Die aktuellen Zahlen der Minijob-Zentrale zeigen deutlich, dass der überwiegende Teil der Minijobber bereits einer Hauptbeschäftigung nachgeht, sich in Ausbildung befindet oder das Rentenalter erreicht hat. Der Verband appellierte deshalb an die Politik, dieses bewährte Beschäftigungsmodell nicht aufgrund falscher Annahmen oder irreführender Statistiken zu schwächen.

An der Delegiertenversammlung nahm auch der neue rheinland-pfälzische Minister für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima, Michael Ebling teil. In seinem Impuls unterstrich er die hohe Bedeutung des Gastgewerbes für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Rheinland-Pfalz sowie den engen Dialog zwischen Landesregierung und DEHOGA Rheinland-Pfalz. DEHOGA-Präsident Gereon Haumann betonte, dass die Landesregierung in den vergangenen Jahren bei zahlreichen tourismus- und wirtschafts-politischen Themen ein verlässlicher Gesprächspartner gewesen sei.

Gerade in Zeiten großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen ist der regelmäßige Austausch zwischen Politik und Branche wichtiger denn je. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, Rheinland-Pfalz als attraktiven Tourismusstandort weiterzuentwickeln und unseren Gastgebern die Rahmenbedingungen zu geben, die sie für wirtschaftlichen Erfolg benötigen.“

Zukunft gestalten – Mitglieder begeistern – Branche stärken
Neben den politischen Forderungen debattierten die Delegierten über das strategische Gesamtkonzept „DEHOGA RLP 2030 – Zukunft gestalten. Mitglieder begeistern. Branche stärken.“ Im Mittelpunkt steht das Ziel, den DEHOGA vom politischen Lobbyverband zum Zukunftspartner der Branche zu transferieren und den Mitgliedsbetrieben konkrete Unterstützung bei den großen Transformationsprozessen der Branche zu bieten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Der DEHOGA Rheinland-Pfalz wird seine Mitglieder künftig noch intensiver dabei unterstützen, ihre digitale Sichtbarkeit auszubauen, künstliche Intelligenz sinnvoll in den Arbeitsalltag zu integrieren und moderne digitale Werkzeuge für Marketing, Personalgewinnung, Reservierungssysteme und betriebliche Abläufe zu nutzen. Eine professionelle 24-Stunden-Sichtbarkeit im Internet, digitale Gästekommunikation und datenbasierte Entscheidungen werden zunehmend über den wirtschaftlichen Erfolg von Hotels und Gastronomie-betrieben entscheiden.

Gleichzeitig gewinnt Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung. Sie ist längst nicht mehr ausschließlich Umwelt- oder Klimaschutz, sondern entwickelt sich zunehmend zu einem wirtschaftlichen Erfolgsfaktor. Immer mehr Gäste berücksichtigen nachhaltiges Handeln bei ihrer Reise- und Restaurantentscheidung. Ressourcenschonendes Wirtschaften, Energieeffizienz, regionale Wertschöpfung sowie verantwortungs-volles Unternehmertum stärken nicht nur das Image der Betriebe, sondern senken langfristig Kosten und erhöhen ihre Wettbewerbsfähigkeit. Ein weiterer Baustein der Strategie ist die Förderung innovativer Betriebskonzepte. Gleichzeitig sollen digitale Serviceangebote des Verbandes, darunter die oneDEHOGA App, KI-gestützte Anwendungen mit der GastroKI sowie digitale Beratungs- und Informationsangebote, konsequent weiterentwickelt werden.

Darüber hinaus wird der DEHOGA Rheinland-Pfalz seine Rolle als verlässlicher Partner der Landesregierung im Rahmen der Tourismusstrategie Rheinland-Pfalz weiter ausbauen. Ziel bleibt es, die Interessen des Gastgewerbes frühzeitig in politische Entscheidungen einzubringen und die touristische Entwicklung des Landes aktiv mitzugestalten.

„Unser Verband versteht sich nicht nur als politische Interessenvertretung, sondern zunehmend als Zukunftspartner seiner Mitglieder. Wer auch morgen erfolgreich Gastgeber sein will, braucht gute politische Rahmenbedingungen ebenso wie innovative Ideen, exklusiven Mehrwert und direkte Einsparpotenziale sowie digitale Kompetenzen und nachhaltige Konzepte. Genau dabei werden wir unsere Mitglieder mit voller Kraft begleiten“, so Gereon Haumann.

Mit den politischen Forderungen und einer Zukunftsstrategie „DEHOGA RLP 2030“ sendet die Delegiertenversammlung ein klares Signal: Der DEHOGA Rheinland-Pfalz gestaltet den Wandel aktiv mit und bleibt die starke Stimme für Hotellerie und Gastronomie im Land. Dabei steht der Mehrwert einer Mitgliedschaft – „Return on Membership - jedes einzelnen Gastgebers zentral im Mittelpunkt und zahlt sich in messbaren Ersparnissen pro Jahr deutlich aus.