„Die NGG verhindert mit ihren maßlosen und unverantwortlichen Forderungen die arbeitgeberseitig angebotenen Lohnsteigerungen von mehr als 10 Prozent in den kommenden vierundzwanzig Monaten für mehr als 100.000 Beschäftigte im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe umzusetzen“, stellt Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz, konsterniert fest. „Gleichzeitig vertritt die NGG in unserem Bundesland weniger als 1,5 Prozent der Mitarbeiter in der Branche. Dieses Missverhältnis wirft grundlegende Fragen zur Berechtigung, zur Verantwortung und zum Realitätssinn der Gewerkschaft NGG in Rheinland-Pfalz auf.“
Durch das Angebot der Arbeitgeber wären ab sofort für alle Beschäftigten im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe in drei Schritten jeweils 3,5 %ige Lohnzuwächse möglich gewesen. Dadurch hätten die Beschäftigten in den nächsten 24 Monaten mehr als 10 Prozent Lohnerhöhung erhalten. Aufgrund der Bereitschaft, das Arbeitgeberangebot auch allgemeinverbindlich erklären zu lassen, hätten ALLE 100.000 Beschäftigten im Gastgewerbe davon profitiert. Stattdessen blockiert die NGG mit maßlosen, realitätsfernen und unverantwortlichen Forderungen eine tragfähige Lösung und lässt sich dabei von gewerkschaftlichen Ideologien leiten.
„Unsere Branche hat gerade das sechste Verlustjahr in Folge hinter sich. Allein in den Jahren 2024 und 2025 haben wir in Rheinland-Pfalz jeweils rund 500 Betriebe durch Insolvenzen und Geschäftsaufgaben verloren. Innerhalb von zwei Jahren sind damit 10 Prozent der Betriebe vom Markt verschwunden“, so Haumann weiter. „Diese dramatische Entwicklung kann niemand ernsthaft ignorieren.“
Es stellt sich die Frage, welche Nachweise hauptamtliche Gewerkschaftsfunktionäre eigentlich noch benötigen, um zu erkennen, wie ernst die Lage der Branche in Rheinland-Pfalz eigentlich ist. Der DEHOGA Rheinland-Pfalz bleibt gesprächsbereit gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Beschäftigten als auch den Betrieben eine Zukunftsperspektive bieten; dies auf Basis von Vernunft, Verantwortung und echter Sozialpartnerschaft.
Präsident Haumann abschließend: „Wir fordern die NGG auf, ihre Blockadehaltung gegenüber den angebotenen verantwortungsvollen Gehaltssteigerungen aufzugeben und den Beschäftigten schnellstmöglich die Lohnerhöhungen von insgesamt mehr als zehn Prozent zu gewähren. Jeder Monat Verzug kostet die Mitarbeitenden im Gastgewerbe wertvolles Geld!“