Wertschätzung für Mitarbeiter

DEHOGA bietet den Beschäftigten im Gastgewerbe Lohnsteigerungen von bis zu 22% an.

Ausbildungsvergütungen sollen um bis zu 36% steigen.

Bad Kreuznach, 05.07.2019: DEHOGA Präsident Gereon Haumann hatte für die Arbeit­geberseite in den bisherigen der Verhandlungsrunden im­mer wieder die inhaltliche Verknüpfung von Entgelt- und Manteltarifvertrag aufgezeigt: „Die Unternehmer müssen in die Lage versetzt werden, höhere Löhne auch durch höhe­re Umsätze erwirtschaften zu können; insbesondere wenn sich die Arbeitnehmer derart signifikante Lohnsteigerungen wünschen. Deshalb will der DEHOGA Rheinland-Pfalz, im Rahmen der Entgelttarifverhandlungen auch über solche Möglichkeiten verhandeln, beispielsweise durch Flexibili­sierungen der Arbeitszeit".

Haumann betont, dass es bei diesem Wunsch gerade nicht um Mehrarbeit, sondern um eine branchennotwendige Fle­xibilisierung gehe, wie sie in Rheinland-Pfalz auch bereits im Weinbau und der Landwirtschaft angewendet werde. Wenn in Rheinland-Pfalz auch das Gastgewerbe als Saiso­narbeitsbranche anerkannt würde, könnten durch Jahres­arbeitszeitkonten viele befristete Arbeitsverhältnisse in ganz-jährige Dauerarbeitsplätze umgewandelt werden. „Wir wollen arbeiten dürfen, wenn unsere Gäste da sind! Und unsere besondere Gastfreundschaft darf nicht länger durch verstaubte Gesetze begrenzt werden!

Die Sommer-Überstunde ist immer noch die beste Me­dizin gegen die Winterarbeitslosigkeit“, so Präsident Haumann. Daher verstehe er die nach wie vor starre Haltung der NGG nicht. Schließlich gehe es hier um originäre Arbeitnehmerin­teressen!

Die Gremien des DEHOGA Rheinland-Pfalz haben am 13.05.2019 die Kündigung des Manteltarifvertrages beschlossen. Mit der Kündigung des Manteltarif­vertrages zum 31.12.2019 sollen beide Tarifverträge gleichzeitig verhandelt werden können. Der Entgelt­tarifvertrag war bereits zuvor von der Gewerkschaft gekündigt worden.

Wir haben in den Verhandlungen mit unserem Tarifpartner Wort gehalten und trotz der starren und ideologischen Hal­tung der NGG der Arbeitnehmerseite hoch attraktive Ange­bote unterbreitet, die unseren gastgewerblichen Betrieben Planungssicherheit für die nächsten Jahre ermöglichen sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besondere An­reize für Aus- und Weiterbildung sowie Qualifizierung und Führungsverantwortung in das Tarifwerk einfließen lassen.

DEHOGA Präsident Haumann: „Wir haben der NGG zwei hoch attraktive signifikante Entgelterhöhungsvarianten um rund 8% bzw. 21% der Entgelte innerhalb der nächsten 24 Monate angeboten und bei den Vergütungen für Auszubildende sogar um bis zu 30%!

Die Arbeitnehmervertreter der NGG haben sich jedoch nicht ernsthaft damit auseinandergesetzt, sondern lassen sich von ihren hauptamtlichen und ideologisch gefärbten Gewerk­schaftsfunktionären blockieren".

Haumann weiter:

„Ich bin fassungslos, dass eine verschwin­dend geringe Minderheit von gewerkschaft­lich organisierten Arbeitnehmern aus der internationalen Kettenhotellerie voller Igno­ranz vor tausenden fleißigen Mitarbeitern in den vielen hundert gastgewerblichen Fami­lienunternehmen in Rheinland-Pfalz unseren Mitarbeitern die verdienten Lohnerhöhungen verwehrt!“

Daher haben wir in unseren Gremien am 13.05.2019 folgende Eckpunkte für Lohnsteigerungen beschlossen und unseren Betrieben zur Umsetzung in Haustarifen empfohlen: